"Festmacher"

ist ein Hafenberuf. Der Festmacher sorgt für das korrekte "Anbinnen" (=Anbinden, >Anbinner ) der Schiffe an den Pollern oder den Dalben. Als "Festmacher" werden auch die Leinen oder Trossen selbst bezeichnet und ebenso die Handschuhe, die der plattdeutsch "Fastmoker" genannte Arbeiter im Einsatz trägt.

"Feudel"

Ein Feudel ist der Scheuerlappen, mit dem der Boden gewischt wird; dazu wird der Feudel, nachdem er das Wasser des Feudeleimers verlassen hat und mit großem Körpereinsatz ausgewrungen wurde, über einen Leuwagen (Schrubber) gelegt. Der Eimer wurde am Handstein gefüllt und geleert.

 

"Fleet"

werden die bis ins 19.Jahrhundert als wichtige Verkehrswege genutzte Innenstadtkanäle genannt. Die Fleete dienten sowohl der Trinkwasserentnahme als auch der Abwassereinleitung und sogar häufig für die Müllentsorgung. Die meisten Fleete wurden nach dem Großen Brand und dem zweiten Weltkrieg zugeschüttet und in der Innenstadt sind nur noch fünf verblieben.

"Fleetenkieker"

war früher die ofizielle Bezeichnung für die Personen die mit der Reinhaltung der Fleete beauftragt waren. Sie ging später auf alle Abfallsammler über, die bei Ebbe am trockenen Rand oder im seichten Wasser nach Brauchbarem suchten. Heute werden die Fleete einmal jährlich abgesenkt und ihre Gründe gereinigt. Im Jahr 1994 gründete sich ein Verein für Umwelt-und Gewässerschutz mit dem Namen "De Fleetenkieker".