"albern"
was albern ist, taugt zu überhaupt nichts, nicht einmal zum Schmunzeln,
denn in der Regel ist es sogar ärgerlich. Albern ist daher das
Gegenteil von reell. Es gibt Ausnahmen. Gelegentliches Rumalbern
ist bei Kindern ganz normal, gehört bei Erwachsenen ja eigentlich
auch dazu und wurde noch vor einiger Zeit als "Allotria treiben"
(von altgriechisch für "Abwegiges", für "lauten
Unfug") bezeichnet. |
"all to nah"
ist "All zu na", und das dachten sich die Hamburger von dem
Fußweg bis zur Fischer und Handwerkersiedlung die heute "Altona"
heißt und vom Millerntor nur eine Viertelstunde Richtung Westen
lag. Die genaue Herkunft des Namen Altona läßt sich nicht
belegen. |
"Alsterschwäne"
sind in Hamburg seit Hunderten von Jahren schon ein Begriff. Eine Verordnung
von 1664 stellt die Vögel unter Schutz. 1818 begann ihre Betreuung
durch einen städtischen "Schwanenvater" der die über
200 Höckerschwäne auf der Alster und ihren Kanälen versorgt
und sie im Winter auf den eisfrei gehaltenen Eppendorfer Mühlenteich
verbringt. |
"Alter und Alte"
sind weit verbreitete Anreden, die sich ungeniert durch die Konversation
selbst jüngster Schulkinder ziehen. Häufig wird das "t"
als"d" gesprochen , manchmal verschwindet es auch ganz oder
wird zu einem zweiten "l". Es klingt noch beeindruckender
wenn ein kurzes "eh" davorgeschaltet wird. Die Anrede kommt
so besonders gut zur Geltung, z.B. in: "eh, aller, hömmazuh"
(hör einmal zu). |
"Altes Land"
Das Alte Land erstreckt sich auf einer Länge von ca. 25 Kilometern
und auf einer Breite von bis zu 8 Kilometern am Südufer der Elbe
von der Süderelbe bis zur Schwinge nach Stade. Es wird durch die
Flüsse Lühe und Este in drei gleich große Gebiete unterteilt,
die man "Meilen" nennt. Die ersten beiden Meilen gehören
zu Niedersachsen. Der größte Teil der dritten Meile zwischen
Este und Süderelbe liegt mit den Orten Francop, Neuenfelde und
Cranz auf hamburgischem Gebiet. Im Alten Land wird Obst angebaut und
es ist besonders in der kurzen Zeit wenn zwei Millionen Obstbäume
blühen, ein Augenschmaus. |
"angetütert"
ist einer der durch Alkoholgenuß einen Schwips hat und ein bißchen
>duhn ist. |
"anködeln"
bedeutet "sich anbiedern" oder "wieder anbiedern",
besonders nach einem vorangegangenen Streit: "Nu kommt er wieder
angeködelt!"
|
"Anscheten"
Dieser Ausruf steht für jemanden der "angeschmiert"
oder "reingefallen" ist. Das Wort leitet sich von Schiet ab
und heißt in der hochdeutschen Variante "angeschissen".
|
"antüdeln"
wer sich antüdelt, zieht sich an. Wer also angezogen ist, ist
somit angetüdelt. Aber im laufe eines Abends kann sich der angetüdelte
auch einen antüdeln, nämlich durch den Genuß von Alkohol. |
"Appelschnut"
ist der Kosename der Heldin eines Kinderromans gleichen namens von
dem Hamburger Schriftsteller Otto Ernst (1862-1926). Den Stoff zu seinem
1907 erschienenen Buch konnte er täglich studieren, denn es handelte
sich um seine Tochter Senta Regina. Seiner "Appelschnut" (hochdeutsch
Apfelmund) setzte er mit seinem in 17 Sprachen übersetzten Werk
ein liebenswertes Denkmal.
|