"Aalsuppe"

ist eine kräftige süß-saure Gemüsesuppe ("suur supp"), die mit oder ohne ihren Namensgeber, den Aal, als Einlage serviert wird.

"Aalweber"

eigentlich Karl Weber, gest. 24.8.1854, war in der Biedermeierzeit ein stadtbekanntes Original. Der Bürstenbinder bot abends in heller Jacke, roter Weste und weißem Zylinder geräucherte Aale feil.

"ABC-Straße"

wurde der Name einer Anfang des 17.Jahrhundert an ihrer Südseite bebauten Straße in der Neustadt. Ihren Namen erhielt sie, weil die Häuser nach dem Alphabet bezeichnet wurden.

"achter(n)"

ist Plattdeutsch und heißt hinten oder hinter und findet sich in vielen Hamburger Straßennamen wieder z.B. Achter de Wisch (hinter der Wiese) in Neuengamme.

Admiralität

Die 1623 gegründete Institution war so eine Art frühe Schiffahrtsbehörde. Das Kollegium setzte
sich aus Vertretern des Rats, der Kaufmannschaft und der Schiffer zusammen. Die Admiralität organisierte, verwaltete und beaufsichtigte in Hamburg nahezu alles, was mit der Fluss- und Seefahrt zu tun hatte, so auch die Lotsen und die Seegerichtsbarkeit.

"AOL-Arena"

AOL Deutschland und der Hamburger Sportverein haben am 29. Juni 2002 den Beginn einer langfristigen Partnerschaft bekanntgegeben. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Vergabe des Namensrechts an der Spielstätte des Fußballvereins: Seit dem läuft die Mannschaft des HSV jetzt zu Heimspielen nicht mehr im Volksparkstadion auf, sondern in der AOL Arena - eine einzigartige Kooperation im deutschen Profifußball.

"Affi"

ist die Kurzform der 1866 auf der ehemaligen Elbinsel Veddel und Peute gegründete Norddeutsche Affinerie. Die heute zu den modernsten und umweltfreundlichste Kupferhütten der Welt zählt.

 
 

"Alstervergnügen"

ist ein am letzten Augustwochenende stattfindendes Fest rund um die Binnenalster und auf dem Rathausmarkt, mit Essen, Trinken und vielen Musikbühnen. Die meisten Besucher kommen aber zu den drei Großfeuerwerken aus verschiedenen Ländern die am Do., Fr. und Samstag stattfinden und von denen das beste am Sonntag prämierte wird.

"albern"

was albern ist, taugt zu überhaupt nichts, nicht einmal zum Schmunzeln, denn in der Regel ist es sogar ärgerlich. Albern ist daher das Gegenteil von reell. Es gibt Ausnahmen. Gelegentliches Rumalbern ist bei Kindern ganz normal, gehört bei Erwachsenen ja eigentlich auch dazu und wurde noch vor einiger Zeit als "Allotria treiben" (von altgriechisch für "Abwegiges", für "lauten Unfug") bezeichnet.

"all to nah"

ist "All zu na", und das dachten sich die Hamburger von dem Fußweg bis zur Fischer und Handwerkersiedlung die heute "Altona" heißt und vom Millerntor nur eine Viertelstunde Richtung Westen lag. Die genaue Herkunft des Namen Altona läßt sich nicht belegen.

"Alsterschwäne"

sind in Hamburg seit Hunderten von Jahren schon ein Begriff. Eine Verordnung von 1664 stellt die Vögel unter Schutz. 1818 begann ihre Betreuung durch einen städtischen "Schwanenvater" der die über 200 Höckerschwäne auf der Alster und ihren Kanälen versorgt und sie im Winter auf den eisfrei gehaltenen Eppendorfer Mühlenteich verbringt. 

"Alter und Alte"

sind weit verbreitete Anreden, die sich ungeniert durch die Konversation selbst jüngster Schulkinder ziehen. Häufig wird das "t" als"d" gesprochen , manchmal verschwindet es auch ganz oder wird zu einem zweiten "l". Es klingt noch beeindruckender wenn ein kurzes "eh" davorgeschaltet wird. Die Anrede kommt so besonders gut zur Geltung, z.B. in: "eh, aller, hömmazuh" (hör einmal zu).

"Altes Land"

Das Alte Land erstreckt sich auf einer Länge von ca. 25 Kilometern und auf einer Breite von bis zu 8 Kilometern am Südufer der Elbe von der Süderelbe bis zur Schwinge nach Stade. Es wird durch die Flüsse Lühe und Este in drei gleich große Gebiete unterteilt, die man "Meilen" nennt. Die ersten beiden Meilen gehören zu Niedersachsen. Der größte Teil der dritten Meile zwischen Este und Süderelbe liegt mit den Orten Francop, Neuenfelde und Cranz auf hamburgischem Gebiet. Im Alten Land wird Obst angebaut und es ist besonders in der kurzen Zeit wenn zwei Millionen Obstbäume blühen, ein Augenschmaus.

"Anbinner"

heißt hochdeutsch "Anbinder"und steht spöttisch für die auf plattdeutsch "Fastmoker" lautende Berufsbezeichnung >Festmacher.

"angetütert"

ist einer der durch Alkoholgenuß einen Schwips hat und ein bißchen >duhn ist.

"anködeln"

bedeutet "sich anbiedern" oder "wieder anbiedern", besonders nach einem vorangegangenen Streit: "Nu kommt er wieder angeködelt!"

 

"Anscheten"

Dieser Ausruf steht für jemanden der "angeschmiert" oder "reingefallen" ist. Das Wort leitet sich von Schiet ab und heißt in der hochdeutschen Variante "angeschissen".

"antüdeln"

wer sich antüdelt, zieht sich an. Wer also angezogen ist, ist somit angetüdelt. Aber im laufe eines Abends kann sich der angetüdelte auch einen antüdeln, nämlich durch den Genuß von Alkohol.

"Appelschnut"

ist der Kosename der Heldin eines Kinderromans gleichen namens von dem Hamburger Schriftsteller Otto Ernst (1862-1926). Den Stoff zu seinem 1907 erschienenen Buch konnte er täglich studieren, denn es handelte sich um seine Tochter Senta Regina. Seiner "Appelschnut" (hochdeutsch Apfelmund) setzte er mit seinem in 17 Sprachen übersetzten Werk ein liebenswertes Denkmal.