Woher Harburg seinen Namen
hat.
Schon vor über 1000 Jahren gab es einen Weg quer durch das Elbtal.
Er führte von der Hammaburg über viele Elbinseln und-arme an
den südlichen Rand des Urstromtals. Auf einer dieser Inseln, nahe
dem Geest Rand, soll Karl der Große eine Burg gebaut haben. Sie
sollte den Elbübergang schützen. Weil sie im Sumpf und Morast
lag, nannte man sie "Horburg". Hor bedeutet: Sumpf, Morast oder
Schlammerde. Bei der Burg entwickelte sich später eine Stadt. Sie
erhielt den abgewandelten Namen der Burg "Harburg". |
Flußtäler ohne Flüsse.
Zwischen der Süderelbe, der Seve und der Este liegt ein hügeliges
Land: die"Schwarzen Berge", die "Fischbeker Heide"
und der "Rosengarten". Zahlreiche Täler durchziehen dieses
Land. Es ist deutlich zu sehen , daß Flüsse und Bäche
diese Täler ausgewaschen haben. Aber die Flüsse sind nicht zu
finden. Wie kommt es, daß es in diesen Flußtälern keine
Flüsse gibt ? Wo bleibt das Wasser ?
Der Erdboden besteht hier meist aus Sand und Kies, durch diese Schicht
sickert das Wasser schnell durch und stößt dann auf eine Tonschicht,
die das Wasser nicht durchläßt. So läuft das Wasser unter
der Erde bis zur Elbe. Kurz zuvor fängt es aber das Harburger Wasserwerk
in 45 Brunnen auf.
Das Wasser, das so schnell in so große tiefen versinkt, kann diese
Täler nicht ausgewaschen haben, das kann nur Wasser gewesen sein,
das oben auf dem Erdboden entlangfloß. Das geschah in der letzten
Eiszeit vor 20 000 Jahren. Das Eis reichte nicht mehr bis hierher, aber
der Erdboden war noch ganz tief gefroren und die Harburger Berge trugen
noch eine dicke Schneeschicht. Die obere Erdschicht taute im Sommer bis
auf zwei Meter auf. Schmelz- und Regenwasser konnten nur so tief versickern,
wie der Boden aufgetaut war. In dieser dünnen Erdschicht war aber
nicht genug Platz für das viele Wasser. Es strömte von den Bergen
hinab, riß den lockeren Erdboden an vielen Stellen fort und wusch
ein tiefes Flußbett aus.
Als es später wärmer wurde, konnte das Wasser ganz durchsickern
und verschwand. So kommt es , daß diese Täler keine Flüsse
haben.
Heute ist gerade diese Gegend ein beliebtes Ausflugsziel der Hamburger
und man geht dann gerne zum Kaffeetrinken zur "Sennhütte",
von wo man einen schönen Blick nach Hamburg und Blankenese hat. |
Elbabwärts.
Mit unseren heutigen modernen Verkehrsmitteln kann man schnell mal über
das Wochenende
in die Heide oder den Harz fahren. Leicht ist es auch nach Finkenwerder
oder ins Alte Land zu kommen. Am schönsten ist es dort zur Obstbaumblüte.
Wenn man motorisiert ist, oder auch mit der Bahn, kann man über Buxtehude
und Stade nach Cuxhaven kommen. Nach Cuxhaven fährt der Hamburger
aber am liebsten mit dem Schiff. Das bekannteste war wohl der "Jan
Molsen".
Wer aber noch weiter fahren will, nach Helgoland und den Nordseebädern,
fährt von den Landungsbrücken mit den Seebäderschiffen,
z.B. der "Wappen von Hamburg".
Die nach dem Kriege als Bombenziel genutzte, schwer beschädigte Insel
Helgoland, kann seit 1954 wieder besucht werden. |