Turboprop

Der Flugverkehr.

Hamburg hat seit 1911 auch einen Fluhafen und ist einer der großen Knotenpunkte des Luftverkehrs. Das Landen eines Flugzeuges war früher bei schlechter Sicht oder bei Nacht ein gefährliches Unternehmen; heute dagegen ist es durch die moderne Technik viel leichter. Der Flughafen hat eine neue Anlage von Landefunkfeuern. An dem neuen Gerät arbeiten mehrere sender zusammen. Am Ende der Landebahn strahlt der Kurssender eine senkrechte Wand von Strahlen aus. Ein Gerät zeigt dem Flugzeugführer an, ob er mitten auf dieser Wand entlangfliegt. Er tut es wenn der Zeiger senkrecht steht. Zeigt er nach rechts, so muß der Pilot so lange nach rechts fliegen bis der Zeiger wieder senkrecht steht. Nach links ist es ebenso. Das Gerät arbeitet so genau, daß das Flugzeug höchstens drei Meter von der Mitte der Landebahn abweichen kann.
Die beiden Startbahnen sind 46 Meter breit und 1880 Meter lang. Am Anfang der Landebahn sendet der Gleitwegsender einen Fußboden von Strahlen aus, der langsahm nach oben steigt. Der Pilot erkennt an einem wagerechten zeiger, ob er auf diesem Fußboden abwärts gleitet. So fliegt er genau auf der Linie entlang, in der die senkrechte Strahlenwand durch den Strahlenfußboden geht. Das Flugzeug setzt weich auf der Landebahn auf.
Vom Bodenpersonal wird eine Treppe herangefahren und die Fluggäste können aussteigen. Das Flugzeug wird sofort betankt und ist innerhalb von zehn Minuten wieder fertig zum Weiterflug.
Nach dem zweiten Weltkrieg hatten wir keine eigenen Flugzeuge, aber seit kurzerzeit haben wir unsere "Lufthansa" wieder.
Jetzt wird der Flughafen zum starten und landen von Düsenflugzeugen erweitert.

Die Blindlande-Anlage des Flughafens. Blinfluganlage
a=Landebahn ; b=Kurssender ; c=Gleitwegsender ;
d= Haupteiflugzeichen ; e= mittleres Einflugzeichen ;
f= Voreinflugzeichen ; g= Warteraum-Funkfeuer.
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