Die Eisenbahn.
Im 19.Jahrhundert gab es noch keinen Verkehr im heutigen Sinne. Man fuhr
in alten Stuhlwagen (Kaleschen) oder Postkutschen.
Im Jahre 1842 wurde die erste Eisenbahnlinie von Hamburg nach Bergedorf
eröffnet. 1846 wurde sie bis Berlin verlängert.Der Bahnhof in
Hamburg lag auf dem heutigen Deichtormarkt. Er bestand aus einer offenen
Holzhalle mit drei Gleisen.An den Übergängen waren Schranken.
Signale kannte man noch nicht. Der Lokomotivführer stand auf einer
offenen Plattform. Näherte sich der Zug einer Schranke, dann winkte
der Schrankenwärter mit einer Fahne, das hieß für den
Lokführer: Strecke frei! Bevor der Hauptbahnhof gebaut wurde, hatte
Hamburg mehrere Kopfbahnhöfe: Klostertor-, Venloer- oder Hannoverscher-
und Lübecker Bahnhof, der älteste war der Berliner Bahnhof auf
dem jetzigen Deichtormarkt.Die Dänen eröffneten 1844 die "Altonaer-Kieler-Eisenbahn".
Ihr Endbahnhof war das heutige Altonaer Rathaus. |
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Altonaer Rathaus |
1827 wurde die Bahn von Celle nach Harburg eröffnet.
Diese Eisenbahn konnte aber nicht bis Hamburg fahren, weil die hölzerne
Franzosenbrücke nach Harburg wegen Baufälligkeit 1817 abgebrochen
worden war.Erst als 1872 die Elbbrücken gebaut wurden, führte
diese Strecke bis zum Venloer-und Hannoverschen Bahnhof. Dieser Bahnhof
dient heute als Güterbahnhof. Diese Elbbrücke war aber nur eine
Eisenbahnbrücke. 1887 kam die"Neue Elbbrücke"für
Wagen und Fußgänger hinzu.
Als Altona nicht mehr dänisch war, wurde zwischen der Kieler Strecke,Endpunkt
Altona und der Berliner Strecke, Endpunkt Hamburg, 1866 eine"Verbindungsbahn"
fertiggestellt. Die Züge der Verbindungsbahn fuhren anfangs im Stadtgraben
um die alten Bastionen herum. In den scharfen Kurven entgleisten sie häufig. |

Neue Elbbrücke |

Altonaer Hauptbahnhof |
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Es gab drei Haltestellen: Schulterblatt, Sternschanze und
Dammtor. Das Gebäude des alten Sternschanzenbahnhofs steht heute noch.Der
Bahnhof Schulterblatt bestand bis 1893. Der neue Altonaer Hauptbahnhof wurde
1903 fertiggestellt. Um dieselbe Zeit wurde der neue Dammtorbahnhof fertiggestellt.
Die Schnellzüge von Altona nach Köln und Frankfurt und die Güterzüge
wurden vom Klostertorbahnhof nach dem Venloer Bahnhof auf einem Gleis über
die Straße geleitet. Zwei Bahnwärter gingen mit roten Fahnen
vor der Lokomotive her. Einer läutete eine Glocke.
So ist es bis 1906 gewesen. Von 1898 bis 1906 wurde der Hauptbahnhof gebaut.
Er ist heute der Knotenpunkt des Verkehrs. Die Bahnhöfe: Klostertor,
Berliner, Lübecker und Venloer wurden aufgehoben. Weil der Hauptbahnhof
überlastet war, baute man 1941 eine Güterumgehungsbahn. |

Eisenbahnverkehr bevor der Hauptbahnhof
stand |

Hauptbahnhof
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Die Straßenbahn.
Für den Straßenverkehr gab es seit 1824 Droschken für
Stadtrundfahrten. Ab 1898 fuhren diese Droschken auch mit vier Pferden.
Diese Fahrzeuge wurden nach ihrem Eigentümer "Käse-Wagen"
genannt.
Die erste Linie von Pferdeomnibussen gab es seit 1839 von Altona-Palmaille-Schweinemarkt.
Diese Strecke wurde um das Jahr 1841 bis Barmbek erweitert.weil dieseWagen
einen rot-weißen Anstrich hatten, wurden sie von den Bürgern
die "Badehose" genannt. Von 1879-1897 verkehrte vom Rathausmarkt
bis Wandsbek eine Dampfstraßenbahn. Man nannte sie wegen ihres ulkigen
Aussehens"Plätteisen".
Eine eispännige Pferdebahn nach Hoheluft bestand von 1880-1881. Seit
1890 gab es eine von Hamburg nach Altona fahrende Pferdebahn. Diese Bahn
hatte fünf Räder. Der Kutscher saß hoch oben auf einem
Bock, von dort konnte er das fünfte Rad hochheben und absenken. Dieses
Rad befand sich an der Seite und fuhr , wenn es abgesenkt war in einer
Schiene, wurde es hochgehoben konnte die Bahn ohne Schienenführung
über die Straße fahren.
Vor 75 Jahren am 14. Juni 1881 wurde die "Ringbahn" durch die
innere Stadt eingeführt. Sie fuhr als Pferdebahn und wurde am 5.
Märtz 1894 als erste Linie Hamburgs auf elektrisch umgestellt. |
 Die
Ringbahn am Messberg um 1905 |
 Neue Straßenbahn
um 1955 |
| Nach dem zweiten Weltkrieg bekamen die Straßenbahnen
ein ganz neues Gesicht. Der Schaffner brauchte sich nicht mehr durch die
Fahrgäste zu zwängen, sondern sitzt hinten an der Kasse, wo
jeder Fahrgast bezahlen muß. Diese neuen Wagen wurden 1952 eingeführt
und man nannte sie "Samba-Wagen". |