
Steckelhörnfleet mit Nikolaikirche
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Die Wasserversorgung.
Früher gab es noch keine Wasserleitungen, da nahm
man das Wasser aus der Elbe, der Alster und den Fleeten. Im 10 jahrhundert
gab es schon vereinzelt Ziehbrunnen und Soode, der älteste Brunnen
war auf dem "Berg". Straßennamen erinnern heute noch daran,
z.B. Pumpen, Feldbrunnenstraße, Bornsraße, Bornplatz, Beim
Andreasbrunnen usw. Einem Brunnen sprach man besondere Heilkräfte
zu, dieser war beim "Gesundbrunnen". Die Brunnennische in der
Borgfelderstraße kann man heute noch sehen. Dieser Brunnen war von
1633-1898 in Betrieb. 1620 gab es zwei Quellen, am Grindel und am Rothenbaum.
Die Brunnen waren nicht bei den Häusern, sondern weiter draußen
und so entwickelte sich ein Beruf der Wasserträger, die das Wasser
in die Häuser brachten.
Einer der bekanntesten war Hummel (eigtl. Johann Wilhelm
Bentz, getauft 21.01.1787, gest. 15.03.1854 Hbg.)Hamburger Original. H.wohnte
in der Großen Drehbahn Nr.36 und arbeitete als Wasserträger.
Bei seiner schweren Arbeit wurde er von Straßenkindern der Neustadt
geneckt,die er deshalb stets zu greifen suchte.Sie riefen ihm "Hummel,Hummel"
hinterher. |
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Hummel wurde 1848, nachdem die
Neustadt an die bereits 1845 errichtete Stadtwasserkunst in Rotenburgsort
angeschlossen worden war, arbeitslos. Er starb sechs
Jahre später und wurde auf dem Dammtorfriedhof beerdigt. An H.erinnert
der 1938 vom Verein geborener Hamburger gestiftete,von R.Ruöhl
ausgeführte Brunnen aus Muschelkalk auf dem Platz in der Mitte des
Rademacherganges. Er korrespondiert mit einer am gegenüberliegenden
Memel-Haus der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft
angebrachten Kinderfigur. Wenn Hamburger sich im Ausland treffen, rufen
die einen "Hummel, Hummel" und die anderen antworten mit "Mors,
Mors".Darum glauben auch einige , das Hamburger Autokennzeichen "HH"
steht für "Hummel,Hummel",in Wirklichkeit heißt es
natürlich "Hansestadt Hamburg".
Durch das unfiltrierte Wasser entstand, zum ersten mal 1831 in Hamburg eine
Choleraepidemie. Die letzte war 1892. Durch diese schweren Epidemien entschlossen
sich die Hamburger, eine Filteranlage zu bauen. Ab 1905 wurde Grundwasser
mit dazu genommen. Erst seit. 1924 besteht unser Trinkwasser aus 72% Grundwasser.
In Altona dagegen hatte man schon 1859 eine Filtrationsanlage und seit 1936
besteht das Trinkwasser in Altona nur aus Grundwasser. |
Die Beleuchtung
Am Rathaus waren um 1382 die ersten öffentlichen
Lampen und später auch auf den wichtigsten Brücken (1476). Die
Glaslaternen wurden mit Tran, später mit Rüböl gespeist.
Die übrige Stadt lag bis zum 17.Jahrhundert im Dunkeln. Wer also
spät ausging mußte eine Laterne mitnehmen oder sich von einem
berufsmäßigen Träger von Stocklaternen "heimleuchten"
lassen. Diese Einrichtung bestand bis 1800.-Das Stocklaterne tragen hat
vermutlich zu dem heute noch üblichen "Laterne,Laterne-Gehen"
unserer Kinder Anlaß gegeben.-
Erst 1641 gab es mehr Straßenlaternen. Am Ende des 18.Jahrhunderts
hatte Hamburg bereits 1473; ein Grad der Beleuchtung, den andere deutsche
Städte erst sehr viel später erreichten.
Seit Mitte des 19.Jahrhunderts gab es fast in allen Haushaltungen Öl-oder
Petroleumlampen. Im frühen Mittelalter nur Talgkerzen.
Mit dem Bau der Gaslaternen wurde 1846 begonnen. Gas verwandte zuerst
1817 der Hamburger Kaufmann J.H.Heise in der Gröningerstraße.
Ihm folgte 1825 der Gastwirt Peter Ahrens auf der Drehbahn. Das erste
Gaswerk wurde auf dem Grasbrook 1845 errichtet.
Elektrisches Licht gab es zuerst 1882 auf dem Rathausmarkt. Seit 1888
wurde auch Elektrisch im übrigen Stadtgebiet verwandt. Die HEW (Hamburger
Elektrizitäts Werk) wurde im Jahre 1894 gegründet.
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